Schön war's...

26.-28.10.2018 - C.A.R. (Contemporary Art Ruhr) 2018, die 12. Auflage

Dieses Jahr zum ersten Mal auf der C.A.R. und es war ein echtes Erlebnis!

Zusammen mit drei befreundeten Künstlern (Susanne Scheidle, Michael Pischke und Dieter Gregert) haben wir durch Anregung von Monika Schwarz dieses Jahr das Team Kunst-Focus / RuhrArt gebildet.  Allgemein war unser Stand (für die Positionierung innerhalb der Messe) recht gut besucht und wer gesehen hat, wie wohl sich unsere Besucher gefühlt haben und wie intensive Gespräche hier geführt wurden, wird sich nicht wundern, dass wir bereits während unseres ersten "Team-Events" einiges an Planung für weitere gemeinsame Aktionen gestartet haben. Und es tut immer wieder gut, von so vielen Besuchern und auch Kollegen eine Bestätigung der eigenen künstlerischen Tätigkeit zu bekommen

 

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06.+07.10.2018 - Kunstmeile in Düsseldorf-Unterbach

Es war wieder ein richtig schönes Wochenende auf der 20. Kunstmeile in Düsseldorf-Unterbach. Entgegen der Wettervorhersage kam kein flüssiger Sonnenschein von oben und so waren die Skulpturen im Garten unserer Gastgeber (Atelier Kühn-Löwe) nicht nur trocken geblieben sondern auch ein echter Magnet für ein sehr kunstinteressiertes und -bewandertes Publikum. Der Besucherstrom war so stark, dass meine Frau und ich es beim besten Willen nicht geschafft haben, bei den anderen Kunstpunkten vorbei zu schauen und die Werke der Kollegen zu genießen - auf diesem Weg eine aufrichtige Entschuldigung an die anderen ausstellenden Mitglieder der Kulturinitiative Unterbach sowie die Gastkünstler!

Der neue Termin dieses Jahr (erstes Wochenende im Oktober) hat zumindest nach Ansicht aller Aussteller und Besucher des Kunstpunkts 13 gegenüber denen der letzten Jahre deutliche Vorteile bewiesen hinsichtlich Temperatur, Tageslicht und Regenwahrscheinlichkeit (bzw. eben der Abwesenheit von Regen).

Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Jahr!

 

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25.+26.08.2018 - ArtBrüggen 2018

Zum ersten Mal eine international besetzte Kunstmesse in der Burggemeinde Brüggen, das war schon ein Wagnis. Dem begegneten wir (meine Frau und ich) mit rund 650kg Skulpturen, Sockeln und sonstigem Equipment, mit dem wir auf 6m Standlänge einen recht guten Querschnitt meiner Arbeiten präsentieren konnten. Die Reaktionen der Besucher (wie auch die der Künstlerkollegen und des Veranstalters) zeigten, daß wir dabei den richtigen Weg eingeschlagen haben. Auf die ArtBrüggen 2019 freuen wir uns schon jetzt wieder - auch sie wird wieder am gleichen Wochenende stattfinden wie das Burgfest in Brüggen, das ja seit vielen Jahren Publikum aus der weiteren Region (einschließlich der Niederlande) anzieht.

 

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 28.07.2018 - Kunst im Park / Sommerfest am Haus Unterbach

Bei perfektem Wetter (naja, außer man muß für Auf- und Abbau schwere Dinge bewegen) war der "Markt der Künste" ein voller Erfolg. Die Pavillons der Künstlergruppe "unart" boten, im losen Kreis aufgestellt, den Besuchern einen guten und zusammenhängenden Überblick über die verschiedenen Disziplinen und Stile, die in unserem Kulturverein zusammen finden. Viele nette Gespräche mit einem sehr interessierten Publikum waren begleitet von dezenter Hintergrundmusik und dem dezenten Duft von Kaffee, Kuchen und auch Herzhafterem. Schade, daß das nur alle zwei Jahre statt findet...

 

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14.04.2018 - Nacht der Museen in Düsseldorf

Ganz bestimmt keine langweilige Nacht in der Galerie Art4Bilk, Brunnenstr. 10, 40223 Düsseldorf - von den sechs Stunden der Ausstellungszeit war weniger als eine halbe Stunde wirklich "ruhig". Bei bestem Wetter und entsprechend froh und gut gelauntem, auch sachkundigem, Publikum kamen jede Menge interessanter Gespräche und auch gute Kontakte zu Stande, die sich seither auch vertieft haben. In den Galerieräumen selbst war dieses Jahr die Palette von Gemälden, Objekten und Schmuck erweitert durch die Marionetten und Figuren von Regine - aber die Durchfahrt zum Hinterhaus konnte durch einige meiner Skulpturen in eine Allee zum Sehen, Staunen und Diskutieren verwandelt werden. Ich freue mich schon auf die Nacht der Museen im nächsten Jahr...

 

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21./22.10.2017 - Kunstmeile in Düsseldorf-Unterbach

Die Teilnahme an der 19.Kunstmeile der Kulturinitiative Unterbach e.V. hat meiner Frau und mir ein wunderschönes Wochenende beschert. Nicht nur, daß unsere Skulpturen im wild-romantisch angelegten Garten von sehr lieben Gastgebern (Atelier Kühn-Löwe) präsentiert werden konnten und dort ihre ganze Wirkung entfalten konnten - nein, auch die Gespräche mit den vielen, kunstinteressierten und -verständigen Besuchern haben uns ganz viel Freude bereitet. Auch fand das breit gefächerte Angebot bei allen Gästen großen Anklang - der künstlerische Bogen spannte sich von Malerei und Fotografie der Gastgeber über unsere Skulpturen bis zu den kleinen Kostbarkeiten der Schmuck-Manufaktur Ars Aureus. Die Teilnahme an der Kunstmeile 2018 ist schon im Kalender eingetragen...

Ein paar fotografische Impressionen finden sich hier.

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30.03.2017 - Feierabendmarkt auf dem Weberplatz, Essen

Der allererste Feierabendmarkt auf dem Weberplatz in Essen-Nord, eine eher kleinere aber feine Veranstaltung. Wetter, Stimmung und Ambiente haben auch bei den Besuchern die Lust auf Mehr geweckt. Ich habe für den Stand des Unperfekthauses (Motto: "Kunst und Kuchen") den Kunst-Beitrag bedient und, außer einigen ausgewählten fertigen Stücken, auch gezeigt, wie sich aus einem unbearbeiteten Steinblock die Skulptur langsam herausschält. Bin zwar durch das Beantworten der vielen, freundlichen Fragen nicht wirklich viel zum Meißeln gekommen, aber das Arbeiten am Stein war ja auch mehr als Illustration gedacht. Die Besucher sollten neugierig gemacht werden auf ungewöhnliche und kreative Aspekte des Unperfekthauses und das hat wunderbar geklappt. Sogar so gut, daß ich nicht einmal zum Fotografieren gekommen bin...

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2013 - Mein Anfang mit "großen Steinen".

Eine Freundin aus der Jugendzeit meiner Frau hatte uns schon längere Zeit begeistert von ihren Workshops bei und mit den Künstlern von Shona-Art erzählt und die von ihr dort gefertigten Skulpturen überzeugten meine Frau und mich durch ihre Ausführung und ihren Stil. In diesem Jahr (2013) faßten wir dann den Mut und meldeten uns zu einem Workshop an.

Natürlich machte ich mir im Vorfeld so meine Gedanken - Künstler aus Zimbabwe, was lag da näher als auch ein zumindest afrikanisch beeinflusstes Motiv. Relativ schnell setzte sich dann die Geschichte des "Rain Man" in meinem Kopf zusammen und die Figur als solche wurde auch immer konkreter - bis ich ein ziemlich genaues Bild von diesem alten Bauern in meinen Gedanken mit mir herumtrug.

Dann kam endlich der große, der erste Tag des Workshops.
Das Gelände in Witten (Auf Steinhausen) hatten wir uns schon zuvor einmal angesehen und waren beeindruckt gewesen von den kraftvollen, atmosphärisch reichen und auch sehr eleganten Skulpturen, die dort "einfach so herum" standen. Unseren Dozenten - Merchers Chiwawa - lernten wir jetzt kennen und wir waren überaus angetan von seiner still-fröhlichen aber sehr konzentrierten und behutsamen Art, nicht nur mit Menschen sondern auch mit dem Werkzeug und den Steinen.
Wir fanden jeder für sich einen Platz, an dem wir uns ausbreiten konnten und dann wurden zunächst die Alten Hasen mit Steinen und Werkzeug versorgt, damit die schon mal selbständig loslegen konnten. Wir "Ersttäter" wurden dann zum Steinlager begleitet und dort mit den verschiedenen Steinarten bekannt gemacht - Farbe, Härte, Besonderheiten und auch, wie man einen Rohstein auf Risse und lose Bereiche abklopfen kann.

Doch der beste Rat war "Wenn ihr einen Stein sucht, setzt Euch vor den Haufen und horcht, welcher zu Euch spricht!" - denn so ungewohnt das auch klingt "sprechende Steine", so sehr hat es sich für mich bewahrheitet. Man schaut die Bruchsteine an, nimmt sich Zeit, dreht mal einen um oder hält ihn in eine andere Position - und auf einmal weiß man, daß man den richtigen in der Hand hält. Auf einmal erahnt man in diesem roh gebrochenen, unförmigen Ding eine Form, die darin verborgen ist. Sei es durch eine Kante, die man wahrnimmt oder einen Wechsel der Färbung oder auch nur dadurch, daß der Stein "auf dem Kopf stehend" wieder ganz anders wirkt als zuvor.

Diesem "Lauschen" verdankte ich damals einen 86-Kilo-Brocken relativ harten, schwarzen Serpentinits vor mir auf dem Bildhauerbock und die Notwendigkeit, unserem Dozenten zu zeigen, was ich darin gesehen hätte und wie ich das heraus holen wollte. Ersteres schien mir sehr schwierig, ließ sich jedoch mit Hilfe eines Stückes Kreide und ein wenig Pantomime zusätzlich zum gesprochenen Wort überraschend schnell vermitteln, denn Merchers und ich bemerkten sehr schnell und zur beiderseitigen Freude, daß wir nicht nur im linguistischen Sinn sondern auch in gestalterischen Belangen praktisch die gleiche Sprache sprechen. Das und meine damals noch hauptberuflich eingesetzte Fähigkeit des dreidimensionalen "Sehens" von Dingen, die noch gar nicht existieren vereinfachten dann auch die Beantwortung der zweiten Frage erheblich - nachdem ich drei Umrisse auf verschiedene Seiten des Rohsteins gekritzelt hatte und die entsprechenden, von mir beabsichtigten, Bearbeitungsrichtungen angedeutet hatte, meinte unser "Mudzidzisi" (Shona für "Lehrer") mit einem breiten Grinsen: "Genau so - machen!" und drückte mir Spitzmeißel (Punch) und Hammer in die Hand.

Und was soll ich sagen - es funktionierte, ich weiß nicht wie und warum, auf Anhieb.
Ich konnte viele meiner vorherigen Bedenken (Belastung der Gelenke, Muskelkater, wie schnell platzt der Stein) praktisch umgehend ad acta legen und das Beste war: das, was da unter meinen Händen sich langsam aus dem rohen Material herausschälte, entsprach tatsächlich dem, um das ich in meinem Kopf in Gedanken "herumging".

Kurz: ich hatte das Medium gefunden, in dem ich meine gestalterischen Ideen verwirklichen konnte.
Seit diesem Moment habe ich, egal was sonst mit mir oder um mich herum passiert, einen kleinen Ort in meiner Seele, an dem das Glück zu Hause ist.